Religion an beruflichen Schulen...

„BLEIBEN SIE IM GLÜCK“: Albert Biesingers Gruß – nicht nur bei seiner Abschiedsfeier

Ein großer Tag für das KIBOR, ein großer Tag für den Lehrstuhl Religionspädagogik, ein großer Tag für die theologischen Fakultäten und die Universität in Tübingen und viele Menschen und Organisationen darüber hinaus: Prof. Dr. Dipl. paed. Albert Biesinger wird mit einem beeindruckenden Festakt in den Ruhestand verabschiedet.


Vor diesem großen Festakt trafen sich im kleinen Rahmen beim ersten Teil seiner Verabschiedungsfeier im Theologicum Weggefährten und Menschen, mit denen er in wichtigen kommunikativen Zusammenhängen steht, u.a. Vertreter/innen des VKR. Schmunzelnd meinte er mit Blick aus dem Fenster auf die ehemalige Frauenklinik, in der er 1948 auf die Welt kam, dabei:
„Weit bin ich also in meinem Leben nicht gekommen - einfach auf die andere Straßenseite!“

Einfach auf die andere Seite – ein mögliches Motto für seine Lebensart – nur schlaglichtartig genannt: Lateinamerika – Familienkatechese (Auf einer Peru-Reise wurde ihm klar: „Alberto, da gibt es eine Dimension, die hast du bisher in deinem theologischen Ansatz noch ganz vernachlässigt!“) – Indien – Taizé - Schulen – Berufliche Schulen – konfessionelle Kooperation - Entscheidungsträger/innen in Politik und Wirtschaft und Kirche – Berg Athos – Kinder – Enkelkinder - Österreich - Menschen am Rande, eben auf der anderen Straßenseite – wie viele Tausende von Schritten eine solche Straßenüberquerung mit sich bringen kann!
In der Neuen Aula dann der Festakt mit Gästen von überall her: Nach Grußworten von Prof. Dr. Andreas Odenthal, dem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Bernd Engler, dem Rektor der Universität Tübingen, Dr. Gebhard Fürst, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und Dr. Matthias Gronover, dem Stellvertretenden Leiter des KIBOR, entwickelte sich unter der Moderation von Simone Hiller ein intensives Podiumsgespräch zu  „Religionspädagogischen Optionen und Perspektiven“ zwischen Prof. Dr. Reinhold Boschki, Bonn, Prof. Dr. H. Kohler-Spiegel, Feldkirch, Prof. Dr. Dr. Klaus Kießling, Frankfurt -St. Georgen, Prof. Dr. M. Scharer, Innsbruck, Prof. Dr. Monika Scheidler, Dresden und Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Frankfurt.


Prof. Dr. Friedrich Schweitzers Vortrag „Gemeinsamkeiten stärken - Unterschieden gerecht werden oder: Wohin führt die konfessionelle Kooperation?“ folgten Blitzlichter von Ministerialdirigent Klaus Lorenz vom Ministerium für Kultus und Unterricht, Stuttgart, Dr. Andreas Verhülsdonk vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Prof. Dr. Dr. Klaus Kießling, dem Präsidenten des Internationalen Diakonatszentrums, Frère Andreas von der Communauté de Taizé, Dr. Jörn Hauf vom Projekt Familienkatechese, von Studierenden der Fachschaft Katholische Theologie und von Edeltraud Gaus vom Lehrstuhlteam.
Nach Albert Biesingers Dankesworten gab es Möglichkeiten zu lebendigen Begegnungen und Gesprächen, die in einem Gefühl mündeten, das sich ähnlich den Worten anlässlich einer Jubiläumsfeier zu Ehren Hans Küngs – zeitgleich mit Ratzinger einer von Biesingers Tübinger akademischen Lehrern – so beschreiben lässt: „Danken wir Gott für ihn und sehen ihn als eine Leihgabe, die wir Jahr für Jahr neu von ihm erbitten.“

Stefan Lemmermeier