Ökumenischer Kirchentag. Agora-Stand der BKR/AEED-Verbände

Montag, 09. August 2010 um 14:58

„Können Sie sich vorstellen, sich öffentlich zur religiösen Bildung über den Religionsunterricht bzw. zum Beitrag des Religionsunterrichts zur Bildung zu äußern? Für unseren Stand auf dem Ökumenischen Kirchentages wollen wir eine Collage erstellen aus vielen Porträts mit prägnanten, persönlichen Aussagen. Es würde uns sehr freuen, wenn wir auch Ihr Porträt mit einem kurzen persönlichen Kommentar dort aufhängen dürften.“

Mit dieser Bitte wandten sich die Organisationen von AEED und BKR an eine Reihe Prominenter und erhielten eine ansehnliche Zahl von Antworten. Das daraus gestaltete Plakat in A0-Größe ist der Hingucker des gemeinsamen Standes. Auf einem Bildschirm werden dazu die einzelnen Gesichter und ihre Kommentare zum Religionsunterricht gezeigt. Viele ÖKT-Besucher bleiben stehen und lassen sich auf ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee ein.

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RU-Podium beim ÖKT in München. Ein Bericht

Montag, 09. August 2010 um 14:54

Die Philosophische Hochschule, 2 U-Bahn-Stationen vom Marienplatz entfernt, liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße. Trotzdem ist das Forum „Reli – ein Fach wie (k)ein anderes“ total überfüllt, als die Rolli-Gang zur Eröffnung mit dem Song „Du bist okay“ aufspielt. Lautsprecher übertragen den Ton aus dem Hörsaal ins Foyer, wo zahlreiche Zuhörer zwischen den Info-Ständen der beteiligten Verbände geduldig ausharren.

Drinnen begrüßt Moderator Ulrich Harprath die Gäste auf dem Podium und gibt zunächst der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles Gelegenheit zu einem Statement. Das ist mit persönlichen und guten Erfahrungen aus dem RU angereichert, legt aber auch die gravierenden Veränderungen in Gesellschaft und Kirche offen: Früher fielen im Dorf diejenigen auf, die nicht zur Kirche gingen, heute ist es eher umgekehrt. Bei aller Sympathie für den RU stellte Nahles gleich zu Beginn die kritische Frage, was wir denn denen anbieten können, die in zunehmender Zahl nicht zu einer der Kirchen gehören. Europaweit seien die neuen Bundesländer am stärksten von Religionslosigkeit betroffen. Wie muss man auf diese Situation reagieren?

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Stellungnahme zu den Missbrauchsfällen

Montag, 29. März 2010 um 16:33

Stellungnahme des VKR zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche

Der Bundesvorstand des VKR ist erschüttert über die Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen und Gemeinden unserer katholischen Kirche.
Die von uns vertretenen katholischen Religionslehrer/innen an berufsbildenden Schulen sind in diesen Wochen oft mit diesem Versagen konfrontiert. Auszubildende und Schülerinnen und Schüler fordern unsere Meinung zu diesen Ereignissen ein.
Wir erfahren in den Begegnungen mit Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern oft von wenig guten Erfahrungen und starken Vorbehalten gegenüber der katholischen Kirche – Vorbehalte, die durch die Missbrauchsfälle noch verstärkt werden. Eine schon lange wahrnehmbare Vertrauenskrise gegenüber der katholischen Kirche zeigt sich hier in aller Deutlichkeit.
Wir haben die dringende Bitte an die Verantwortlichen in der Kirche, Konsequenzen aus der bitteren Erfahrung mit sexueller Gewalt in der Kirche zu ziehen.
• Benennen des geschehenen Unrechts
• Verantwortung der Täter vor Gericht
• Wiedergutmachung der Täter und der verantwortlichen Institutionen gegenüber den Opfern, die die Folgen der Gewalt mindern hilft im Kontext religiöser Erziehung 
• systematische Ermutigung der jungen  Menschen im Kontext religiöser Erziehung,
• Übergriffe jeder Art als Unrecht zu benennen und Unterstützung durch verantwortliche Erwachsene einzufordern.
• Inschutznahme kirchlicher Erziehungseinrichtungen und Gemeinden und der darin Beschäftigten gegen pauschale Verdächtigungen und Vorverurteilungen
• Minimierung der Risiken pädophilen Missbrauchs im pädagogischen Alltag aufmerksamer als bisher und offene  Ansprache derselben .
Wir sehen, dass dabei eine große Verantwortung in dieser schwierigen Situation auf den Kirchenleitungen lastet.
Wir als katholische Religionslehrer/innen an berufsbildenden Schulen wollen durch unsere Arbeit mit jungen Menschen zur Glaubwürdigkeit der Kirche beitragen.
Der Bundesvorstand des VKR, anlässlich der Bundesverbandsausschuss-Sitzung in Würzburg, 12.3.2010